Mitglied Pikto

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste.

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. WEITERE INFORMATIONEN

Ok
       

Ausgabe 2007-2Ausgabe 2007-2

          

Ausgabe 2015-2Ausgabe 2015-2

Die Mitteilungen des Archiv der Arbeiterjugendbewegung gibt es seit das Archiv in Oer- Erkenschwick seine Arbeit aufgenommen hat. Zunächst sind die Mitteilungen als Beilage in der Zeitschrift "Schlaglichter" des Falkenverbandes erschienen.

Die Mitteilungen des Archiv der Arbeiterjugendbewegung gibt es kostenlos für die Förderer*innen und Unterstützer*innen sowohl in der klassischen Papierform nach Hause geschickt als auch im PDF- Format per Email.

Sie möchten die Mitteilungen des Archiv der Arbeiterjugendbewegung näher kennenlernen?

Schicken Sie uns eine Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! des Archiv.

Auszüge aus den Editorials unserer Mitteilungen gibt hier.

     

1 2015Editorial

Thema unserer Archivtagung am 23. und 24. Januar 2015 war Gedenken als Praxis politischer Zeichensetzung. Damit wollten wir einen Beitrag leisten zu den in diesem Jahr von der SJD – die Falken und dem Deutschen Bundesjugendring veranstalteten Gedenkstättenfahrten zum ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. In der deutschen – wie der europäischen Erinnerungskultur stehen die Verbrechen des Nationalsozialismus und insbesondere der Holocaust im Mittelpunkt. Der Holocaust sei nicht nur ein Ereignis in Europa, sondern ein europäisches Ereignis. Denn vor allem Juden aus den von der Wehrmacht eroberten Ländern machten die überwiegende Mehrheit der Opfer aus und ohne die Mithilfe von Kollaborateuren aus diesen Ländern wäre ihre Erfassung, Deportation und Ermordung nicht durchführbar gewesen, so der Historiker Bernd Faulenbach. In seinem einleitenden Referat zu den Entwicklungslinien der deutschen Erinnerungskultur im europäischen Kontext verwies er auch auf die schwierigen Beziehungen zwischen den Opfergruppen des NS-Regimes und den Opfern der stalinistischen Gewaltherrschaft. Vor allem in den osteuropäischen Ländern stände das Gedächtnis an den Gulag neben dem an den Holocaust, sowie an die Verbrechen der Nazis an der Bevölkerung, der von ihnen überfallenen Länder. Allerdings dürfe die Erinnerung an den Stalinismus nicht zu einer Relativierung der NS-Verbrechen führen.

Wie Gedenken in der praktischen Umsetzung aussehen kann, zeigten die Vorträge von Stefan Mühlhofer und Werner Jung über die Orte des Terrors von Polizei und Gestapo in Dortmund und Köln. Welcher Konzeption und welcher Praxis die Jugendverbände mit den Gedenkstättenfahrten folgten und folgen wollten, entwickelten Barbara Klatzek und Sarah Agreiter van Dawen in ihren Vorträgen, sowie Burkhard Zimmermann in einem anschaulichen Bericht über die Fahrten des Berliner Kinderrings nach Auschwitz.

Mitteilungen-2014-1-kl

Editorial

Die diesjährige Archivtagung stand zwar unter dem Thema Arbeiterjugend im Ersten Weltkrieg, aber die Referate der Tagung erweiterten den Blick von der Sozial- und Organisationsgeschichte der Arbeiterjugend auf die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg in der Biografie der Kriegsgeneration, in der musealen Darstellung, in der Fotografie und im Film. Darum haben wir das Thema der Mitteilungen auch erweitert: Geschichte und Erinnerung – Beiträge zum Ersten Weltkrieg lautet der Schwerpunkt der Aufsätze in diesem Heft. Damit spinnen wir den Roten Faden, den wir bei der Archivtagung zur Geschichte der Arbeiterjugendtage 2013 begonnen haben, weiter. Die Geschichte der Arbeiterjugend – vor allem ihre Sozial-, Kultur- und Organisationsgeschichte bilden nach wie vor den Leitfaden für die Themenstellung. Aber zugleich wollen wir stärker auch die Frage nach dem Wie der Darstellung behandeln. Wie wurde und wird diese Geschichte dokumentiert, in Bildern, Plakaten, Filmen, in Ausstellungen und kritischen Nachbetrachtungen und vor allem mit welchem Ziel?  

Das soll als gleichberechtigte Fragestellung aufgegriffen werden. Diejenigen, die sich heute mit der Geschichte der Arbeiterjugend in ihrer historischen Einbettung auseinandersetzen, haben eher aktuelle gesellschafts-, bildungs- und geschichtspolitische Fragen als »rein wissenschaftliche« Interessen.

Zum Seitenanfang