Bundesvorsitzende der SJD – Die Falken seit Mai 2025.
Die Jahrestagung "'Vorwärts und nicht vergessen!' Das Archiv der Arbeiterjugendbewegung als Gedächtnisort" 2024 bildete den Auftakt für eine vertiefende Beschäftigung mit Erinnerungen von Arbeiter*innenjugendbewegten – und eines größer angelegten Oral-History-Projekts im Archiv.
Erzählcafés
In den Erzählcafés konnten die Teilnehmer*innen der Jahrestagung 2024 einen Einblick erhalten, wer auf welche Weise worüber erzählt und welche Bedeutung die Sozialisation im Arbeiter:innenjugendverband für viele haben kann. Aber noch mehr wurde sichtbar: die Bedeutung des Archivs als Gedächtnisort. Die vielfältigen Erinnerungen an die Arbeiter*innenjugendbewegung wurden dokumentiert und können zukünftig im AAJB nachgehört und für Bildungsarbeit oder wissenschaftliche Forschung zweitverwertet werden. Die Erzählcafés sind aber nur ein erstes Puzzleteil dieses größer angelegten Projektes des AAJB.
Lebensgeschichtliche Fragebögen
Ein zweites Puzzleteil ist ein Fragebogen, der vom Archivteam in Kooperation mit dem Vorstand des Förderkreises „Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung“ entworfen wurde. Das Ziel dieses qualitativen, lebensgeschichtlich orientierten Fragebogens ist eine Annäherung an das Feld der Erinnerungen und Prägungen der Arbeiter*innenjugendbewegten entlang der übergeordneten Frage: Welche Bedeutung spielte die Sozialisation im Arbeiter:innenjugendverband für das Leben? Aus dieser Forschungsfrage leiten sich die weiteren Fragen ab. Neben geschlossenen Fragen, etwa zu biographischen Basisdaten, wurde dabei ein besonderer Fokus gelegt auf offene Fragen. Dieses Vorgehen bedingt allerdings auch, dass die Auswertung der Fragebögen deutlich zeitintensiver ist, als etwa ein standardisierter Fragebogen mit Skalen, Ankreuzmöglichkeiten oder Ja-/Nein-Fragen. So wird ein Raum für individuelle Antworten ermöglicht zu verschiedenen Themen.
Die Fragebögen sowie die Nutzungsvereinbarungen stehen zur Verfügung unter:
arbeiter:innenjugendbewegt geprägt: Fragebogen
arbeiter:innenjugendbewegt geprägt: Nutzungsvereinbarung
Wir freuen uns über die weitere Verbreitung des Fragebogens an Interessierte. So soll ein breiter Adressat:innenkreis angesprochen werden, der ermöglicht, dass die Fragen innerhalb des Fragebogens für (ehemalige) Mitglieder der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken, des Jugendwerks der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Naturfreundejugend, Schreberjugend oder DGB-Jugend ebenso anschlussfähig sind wie für Arbeiter:innenjugendbewegte aus anderen Organisationen und über Westdeutschland hinaus.
Wir laden all jene, die sich durch den Fragebogen angesprochen fühlen, herzlich dazu ein, diesen sorgfältig auszufüllen. Selbstverständlich steht es allen Teilnehmenden frei, einzelne Fragen umfänglich als Fließtext, stichwortartig, nur teilweise oder auch gar nicht zu beantworten.
Den ausgefüllten Fragebogen bitten wir dann per Post oder E-Mail an uns zurückzusenden. Eine Einreichungsfrist gibt es nicht! Wir hoffen, dass auch in fünf, zehn, zwanzig oder mehr Jahren ehemalige Arbeiter:innjugendbewegte ausgefüllte Fragebögen an das AAJB senden. Diese Fragebögen sollen als stetig erweiterbares Konvolut im AAJB archiviert werden, um die Erinnerungen und Prägungen der Arbeiter*innenjugend zu sichern und für Forschung und Bildungsarbeit nutzbar zu machen.
Über die schriftliche Nutzungsvereinbarung mit verschiedenen Optionen stellen wir in gegenseitigem Einvernehmen die Nutzungsart der ausgefüllten Fragebögen im AAJB sicher. Bei Fragen stehen wir hier jederzeit zur Verfügung.
Zeitzeug:inneninterviews
Die ausgefüllten Fragebögen dienen als möglicher Ausgangspunkt für ein – als drittes Puzzleteil – größer angelegtes Oral-History-Projekt im AAJB. Das Ziel ist die Erhebung narrativer, lebensgeschichtlich orientierter Interviews mit Zeitzeug:innen aus der Arbeiter:innenjugendbewegung nach 1945. Diese nach methodischen Standards der Oral History geführten Zeitzeug:inneninterviews sollen archiviert und nutzbar gemacht werden. Mit Mitteln aus dem Kinder- und Jugendförderplan des Landes NRW wurde dieses Projekt nun auf feste Füße gesetzt: von 2026 bis 2029 werden Zeitzeug:inneninterviews mit Menschen geführt, die in der Arbeiter:innenjugend sozialisiert wurden, aber auch Workshops und weitere Formate vermitteln die Grundlagen dafür, wie methodisch fundierte, rechtlich abgesicherte, technisch einwandfreie, inhaltlich aussagekräftige Zeitzeug:inneninterviews geführt werden. Ergebnisse aus den Interviews sollen überdies im Rahmen der Schriftenreihe, der Mitteilungen und der digitalen Angebote des AAJB veröffentlicht werden. Die Interviews selbst werden selbstverständlich (je nach Nutzungsvereinbarung) Interessierten für Bildung und Forschung zur Verfügung gestellt.
Der Forschungsworkshop "Arbeit-Jugend-Bewegung" des Archivs der Arbeiterjugendbewegung in Oer-Erkenschwick findet am 21./22. August 2026 zum sechsten Mal statt.
Der Forschungsworkshop richtet sich an Studierende, Promovierende und Postdocs, die zur Geschichte von Arbeit, Jugend und/oder sozialen Bewegungen seit dem 19. Jahrhundert forschen. Im Mittelpunkt steht der interdisziplinäre Austausch: Teilnehmende haben die Gelegenheit, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren, aktuelle Fragestellungen zu diskutieren, sich zu vernetzen und neue Impulse für ihre wissenschaftliche Arbeit zu erhalten. Die Beiträge werden in der Zeitschrift "Mitteilungen" des Archivs der Arbeiterjugendbewegung veröffentlicht.
Die Teilnahme am Forschungsworkshop sowie Übernachtung und Verpflegung im Salvador-Allende-Haus, Oer-Erkenschwick, sind für Referent:innen kostenfrei, sofern bis zum 24. Juli 2026 ein knappes Exposé zum Forschungsprojekt per E-Mail bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! eingereicht und bestätigt wurde.
Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!
Das Team des Archivs der Arbeiterjugendbewegung macht am Freitag, 15. Mai 2026, eine Pause und genießt das lange Wochenende. Ab Montag, 18.5.2026, sind wir zu den üblichen Geschäftszeiten per E-Mail, telefonisch und vor Ort wieder für euch da!
Das Kuratorium des Archivs der Arbeiterjugendbewegung wurde gegründet, um eine Verbindung des Archivs der Arbeiterjugendbewegung zu relevanten Archiven und Jugendverbänden zu schaffen, es mit fachlich-kritischen Hinweisen zu begleiten und zu unterstützen und die Sichtbarkeit in Forschung und Lehre, aber auch im politischen System zu erhöhen. Das Kuratorium wird von Prof. Klaus Schäfer geleitet.
Mitglieder des Kuratoriums des Archivs der Arbeiterjugendbewegung sind:
Prof. Dr. Stefan Berger
Micki Börchers
Maria Daldrup
Günter Garbrecht
Konrad Gilges
Prof. Dr. Stefan Goch
Roland Klapprodt
Dr. Anja Kruke
Dorothea Schäfer
Prof. Klaus Schäfer
Dr. Susanne Rappe-Weber
Martin Spilker-Reitz
Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen
Michael Vollert
Eberhard Weber
Auf der 23. Mitgliederversammlung des Förderkreises "Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung" wurde am 18. Januar 2026 ein neuer Vorstand gewählt. Den Vorsitz hat für weitere zwei Jahre Veit Dieterich (Berlin) inne, seine Stellvertretung übernehmen Gudrun Probst-Eschke (Hamburg) und Philipp Schweizer (Erfurt). Als Beisitzer:innen wurden einstimmig (wieder)gewählt: Immanuel Benz (Berlin), Irmela Diedrichs (Braunschweig), Wolfgang Hecht (Berlin), Felicitas Jobs (Köln), Annika Neubert (Erfurt), Prof. Klaus Schäfer (Köln), Dr. Kay Schweigmann-Greve (Hannover), Frederik Schwieger (Leipzig), Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen (Köln) und Michael Vollert (Berlin). Dr. Heinrich Eppe (ehemaliger Archivleiter) und Micki Börchers (Bundesvorsitzende der SJD - Die Falken) sind kooptierte Mitglieder des Vorstandes. Maria Daldrup (Archivleitung) wurde als Geschäftsführerin des Förderkreises "Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung" bestätigt.
Großer Dank ging an Jana Herrmann (Dortmund) und Maria Neuhauss (Leipzig), die aufgrund anderer Verpflichtungen dem Vorstand nicht mehr zur Verfügung stehen.
Eine besondere Würdigung galt dem langjährigen Mitglied des Förderkreisvorstandes Harald Wirbals (Herten), der im Januar 2026 - nur kurz vor der Mitgliederversammlung, auf der er sich wieder für den Vorstand zur Wahl gestellt hätte - verstorben ist. Ihm und den in 2024 und 2025 verstorbenen Weggefährt:innen aus dem Förderkreis gedachte die 23. Mitgliederversammlung mit einer Trauerminute.
Neben den Berichten aus Förderkreis, Archiv der Arbeiterjugendbewegung, Kuratorium und Bundeskontrollkommission sowie den Wahlen gab es einen Antrag zur Anpassung der Mitgliedsbeiträge, der einstimmig beschlossen wurde. Ab 2026 gelten leicht erhöhte Jahresbeiträge für die Mitgliedschaft im Förderkreis "Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung":
Der Förderkreis freut sich stets über neue Mitglieder, die die Arbeit des Archivs der Arbeiterjugendbewegung nicht nur materiell, sondern auch ideell unterstützen! Einfach den Mitgliedsantrag herunterladen, ausfüllen und versenden an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!!
Der Vorstand des Förderkreises „Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung“ wurde auf der 23. Mitgliederversammlung des Förderkreises "Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung" am 18. Januar 2026 für zwei Jahre gewählt.
Vorsitz: Veit Dieterich
Der gelernte Reiseverkehrskaufmann arbeitet an den Schnittstellen von Tourismus und politischer Bildung. Von 2003-2006 war er Bundesvorsitzender der SJD - Die Falken und engagiert sich heute im Vorstand des Zeltlagerplatz e.V. Berlin-Heiligensee. Er findet, dass das Erzählen der Geschichten der Arbeiterjugendbewegung und daraus zu lernen, uns für die Kämpfe von heute und morgen klüger macht. Dazu möchte er gern als Vorsitzender des Förderkreises beitragen und Falken verschiedener Generationen zum Mitmachen gewinnen.
Stellvertretender Vorsitz: Gudrun Probst-Eschke
Die studierte Sonderpädagogin arbeitete als Schulleiterin einer Sprachheilschule in Hamburg und war Mitglied im Bundesvorstand der SJD - Die Falken von 1971-1976. Ihr großes Interesse gilt der aktiven Mitarbeit an der Planung der Archivtagungen und den Archivgesprächen sowie der Vernetzung des Förderkreises im Norden Deutschlands.
Stellvertretender Vorsitz: Philipp Schweizer
Der studierte Sozialwissenschaftler arbeitet als Geschäftsführer des Kinder- und Jugendrings Sachsen-Anhalt. Er ist seit 2015 Referent der Kinder-, Jugend- und Bildungspolitischen Kommission im Bundesvorstand der SJD – Die Falken und war bis Februar 2017 viele Jahre deren Landesvorsitzender in Thüringen. Philipp beschäftigt sich seit seiner Jugend intensiv mit der Geschichte der Arbeiter*innen(jugend)bewegung. Sein thematisches Interesse gilt besonders der Diskussion um die sozialistische Erziehung als Kern- und Breitenarbeit sowie der Verbandsgeschichte der späten 1940er und 1950er Jahre.
Beisitz: Immanuel Benz
Immanuel Benz hat Politikwissenschaft, Geschichte und Publizistik studiert und arbeitet im Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend. Von 2007 bis 2017 war er Teil des Bundesvorstands der SJD - Die Falken, seit 2013 als Bundesvorsitzender in der ersten Doppelspitze des Verbandes. Seitdem interessiert er sich u.a. besonders dafür, wie das Archiv als lebendiges Gedächtnis des Verbandes die politische Bildungsarbeit der Sozialistischen Jugend von heute unterstützen kann.
Beisitz: Irmela Diedrichs
Irmela Diedrichs, geb. 1992, studierte Geschichte an der Universität Leipzig und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie arbeitet an einer Dissertation über die Selbstdarstellung der Kinderfreundebewegung in der Weimarer Republik. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Arbeiter*innenjugendbewegung, Geschlechtergeschichte und Visual History.
Beisitz: Wolfgang Hecht
Der Sozialpädagoge ist seit 1963 Falkenmitglied und hat sich bereits als Mitglied des Berliner Landesvorstandes (1971-1979) mit Jahrestagen des Verbandes beschäftigt und Gedenkstättenfahrten mitorganisiert. Später war er im Vorstand der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein und des Zeltlagerplatz e.V. Berlin-Heiligensee. Seit längerer Zeit ist er Mitglied der Historischen Kommission der SPD Berlin und des Historischen Arbeitskreises des Humanistischen Verbandes. Er wirkt u. a. bei Stolperstein-Aktionen und Gedenkveranstaltungen mit. Wolfgang Hecht ist auch Mitorganisator des jährlich stattfindenden Altfalkentreffens in Berlin-Heiligensee.
Beisitz: Felicitas Jobs
Felicitas Jobs ist mit zwölf Jahren zu den Kölner Falken gekommen und bis heute dort aktiv: vom SJ-Gruppenmitglied über die F-Ring-Leitung bis hin zu Küche und Kontrollkommission; außerdem war sie im Bundes-F-Ring des Bundesvorstandes der SJD - Die Falken. Studiert hat Felicitas Jobs in der ersten Runde Volkskunde, Kunstgeschichte und Klassische Archäologie . Für ihre Magisterarbeit wertete sie Liederbücher aus dem Archiv der Arbeiterjugendbewegung (dessen Förderkreisvorstand sie vor vielen Jahren bereits schon mal angehörte) aus - und absolvierte überdies ein Praktikum beim damaligen Archivleiter Dr. Heinrich Eppe. In der zweiten Runde schloss sie 2024 die Fernweiterbildung Archiv mit dem Bachelor an der Universität Potsdam ab und arbeitet aktuell als Archivarin im Historischen Archiv mit Rheinischem Bildarchiv Köln. Außerdem ist sie seit rund zwanzig Jahren freiberuflich im Bereich Museumspädagogik im EL-DE-Haus/NS-Dokumentationszentrum Köln tätig. Felicitas Jobs hat zwei große Kinder, fährt kein Auto und ist gerne und viel in der Welt unterwegs.
Beisitz: Annika Neubert
Annika Neubert ist 1994 geboren, hat Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts und Erziehungswissenschaften studiert. Von 2017 bis 2021 war sie Vorsitzende des Landesverbandes Thüringen der SJD - Die Falken und arbeitet aktuell hauptamtlich für den Kreisverband Erfurt. Seit vielen Jahren ist Annika Neubert freiberuflich für verschiedene Träger der historisch-politischen Bildungsarbeit tätig. Von 2019 bis 2023 war sie im DDR-Forschungsverbund "Diktaturerfahrung und Transformation" an der Universität Jena beschäftigt. Ihre Forschungs- und Vermittlungsschwerpunkte sind (selbstorganisierte) Gedenkstättenpädagogik sowie die Geschichte der Arbeiter*innenbewegung und des Nationalsozialismus. Ehrenamtlich ist Annika Neubert in einer lokalhistorischen Projektgruppe in Erfurt aktiv, die Stadtrundgänge zu diesen Themen anbietet. An der Arbeit des Archivs interessiert sie besonders, wie man die Beschäftigung mit der (Verbands)geschichte für aktuelle politische Fragestellungen junger Menschen bei den Falken fruchtbar machen kann.
Beisitz: Klaus Schäfer
Der Diplom-Pädagoge und ehemalige Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder Jugend, Kultur und Sport Prof. Klaus Schäfer ist seit über 32 Jahren Förderkreismitglied und mit seinen Ratschlägen ein unverzichtbarer Kollege im Vorstand. Foto: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW.
Beisitz: Dr. Kay Schweigmann-Greve
Als ehemaliger Bezirksvorsitzender der SJD – Die Falken in Hannover und Mitbegründer des dortigen Israel-Arbeitskreises der Falken ist der studierte Volljurist eine wichtige Bereicherung des Vorstandes. Seit 2003 ist er Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Hannover sowie des Trägervereins der Jüdischen Bibliothek Hannover.
Beisitz: Frederik Schwieger
Frederik Schwieger ist Sozialpädagoge und arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von (Jugend-)Politik und Sozialer Arbeit. Bei den Falken war er über viele Jahre hinweg ehren- und hauptamtlich in unterschiedlichen Funktionen engagiert und ist bis heute ein interessierter Altfalke. Aktuell ist er für die Fraktion die Linke im Sächsischen Landtag im Bereich der Kinder- und Jugendpolitik tätig sowie in einem Kindermuseum. Die Auseinandersetzung mit Geschichte versteht er als Schlüssel zum Verständnis der Gegenwart. Entsprechend liegen seine thematischen Schwerpunkte in der sozialistischen Pädagogik, der Verbandsgeschichte und der Archivpädagogik.
Beisitz: Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen
Als Historiker hat er mehrere Arbeiten zur Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterjugendbewegung und der Gewerkschaften veröffentlicht, u.a: Gegen Faschismus und Krieg, Essen 2014. Seit 1983 Mitglied des Förderkreises und von 2004 bis 2024 dessen Vorsitzender. Vorhaben: Mitarbeit bei der Redaktion der Mitteilungen sowie der Vermittlung der Geschichte der Arbeiterjugendbewegung in der Bildungsarbeit.
Beisitz: Michael Vollert
Michael Vollert hat Politikwissenschaft, Germanistik und Philosophie studiert und arbeitet im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Von 1993 bis 1999 war er Teil des Bundesvorstands der SJD - Die Falken, seit 1995 als Vorsitzender. Als Organisationsreferent des Bundesvorstands war er für die Erarbeitung der letzten Grundsatzerklärung des Verbandes verantwortlich, die 1995 in Gelsenkirchen beschlossen wurde. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit war für ihn immer ein wichtiger Impuls für die aktuelle Arbeit. Das Archiv mit seiner politischen Bildungsarbeit gerade auch mit Blick auf das 125jährige Jubiläum des Verbandes zu unterstützen, ist einer seiner Schwerpunkte.
Geschäftsführerin des Förderkreises: Maria Daldrup
Leiterin des Archivs der Arbeiterjugendbewegung.
Kooptiertes Vorstandsmitglied: Dr. Heinrich Eppe
Der ehemalige Sekretär im Bundesvorstand der SJD - Die Falken baute nach seiner Tätigkeit als Berater des Parteivorstandes der SPD Ende der 1970er Jahre das Archiv der Arbeiterjugendbewegung maßgeblich mit auf. Er hatte die Leitung des Archivs bis 2006 inne und steht dem Vorstand seitdem mit seinem großen Wissen um die Geschichte der Arbeiterjugendbewegung beratend zur Seite.
Kooptiertes Vorstandsmitglied: Micki Börchers
Bundesvorsitzende der SJD – Die Falken seit Mai 2025.
Alle Jahre wieder ... legt auch das Archiv der Arbeiterjugendbewegung eine kleine Verschnaufpause ein. Wir schließen unsere Pforten vom 19. Dezember 2025 bis zum 4. Januar 2026. Ab dem 5. Januar 2026 sind wir wieder zu den üblichen Geschäftszeiten erreichbar.
Wir wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch in ein solidarisches, friedvolles Jahr 2026!
Euer Archivteam

Die Jahrestagung des Archivs der Arbeiterjugendbewegung nimmt am 16. und 17. Januar 2026 in Vorträgen und Gesprächsforen die Theorie und Praxis sozialistischer Erziehung vom frühen 20. Jahrhundert bis heute kritisch in den Blick. Sozialistische Erziehung zielt auf eine grundlegende Veränderung von Gesellschaft in der Verbindung von Pädagogischem mit Politischem. Sie war und ist nie nur Theorie, sondern stets auch Praxis: in der Gruppenstunde, auf einer Demonstration, im Zeltlager. Auf diese Weise soll idealerweise der:die Einzelne – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft – zu einem vernunftorientierten, gerechten, mündigen Subjekt werden, das im eigenständigen politischen Denken und Handeln, solidarisch über (nationale) Grenzen hinweg, in kritischer Reflexion der Machtverhältnisse und in Abwehr faschistischer und autoritärer Regime die Gesellschaft gestalten kann.
Das komplette Programm steht zum Download bereit unter: Archivtagung 2026.
Am Sonntag, 18. Januar 2026, findet dann von 10 bis 12 Uhr die Mitgliederversammlung des Förderkreises "Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung" statt. Alle Mitglieder erhalten die Einladung auf dem Postwege.
Ein (ausfüllbares) Anmeldeformular für die Jahrestagung und die Mitgliederversammlung findet sich als Download hier: Anmeldeformular 2026.
Bitte ausgefüllt bis zum 12. Januar 2026 an uns schicken unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Wir freuen uns auf eine rege Rückmeldung!